Man könnte Stefan Raue als “Mann für Veränderungen” bezeichnen: In vielen Redaktionen und Positionen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat er Verände- rungen und Fusionen sowohl begleitet als auch geleitet. Seit dem 1. November 2011 ist er der erste trimediale Chefredakteur des MDR. Stephan Mündges sprach mit ihm über neue Strukturen an seinem jetzigen Arbeitsplatz und wie sich Veränderungsprozessen in Redaktionen am besten managen lassen.
Herr Raue, Sie sind seit wenigen Monaten Chefredakteur des MDR. Heißt das, Sie befinden sich noch in der Eingewöhnungsphase?
Raue: Ein solcher Job und ein solcher Jobwechsel kennt eine solche Eingewöhnungsphase nicht. Mein Vorgänger ist Ende Oktober in Ruhestand gegangen, ich habe am 1. November angefangen. Eine so große Organisation nimmt da keine Rücksicht, man hat keine 100-Tage-Frist. Man sitzt schon ab Tag Zwei voll im Geschehen und muss Entscheidungen treffen. Wir arbeiten in einem so rasend schnellen Gewerbe, dass da keine Eingewöhnungszeit eingeräumt wird. Weiterlesen

