Böskens, Joachim (2009): Redaktionsmanagement als Erfolgsfaktor. In: Altendorfer, Otto / Hilmer, Ludwig: Medienmanagement. Band 1: Methodik – Journalistik und Publizistik – Medienrecht. Wiesbaden, S. 115-125.
Mit seinem Text zeichnet Joachim Böskens ein Bild des modernen Redaktionsmanagements, das sich aufgrund eines veränderten Medienmarktes in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Bereits nach ein paar Sätzen zeigt er auf, was Führungskräfte in Zeitungshäusern oder Rundfunkanstalten leisten müssen: Sie sollen die Position ihres Unternehmens im Markt genau kennen und davon ausgehend, mit den vorhandenen Ressourcen – also Mitarbeitern, Equipment und Geld – gewinnbringend wirtschaften. Um einen Bezug zur Arbeitswelt herzustellen, gibt der Autor Beispiele von Instrumenten, die häufig von Medienunternehmen für ein erfolgreiches Redaktionsmanagement genutzt werden.
Zusammenfassend bietet sich Böskens Text für Leser an, die beginnen, sich in den Themenkomplex Redaktionsmanagement einarbeiten wollen.
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Dal Zotto, Cinzia (2006): Personalmanagement. Besonderheiten und Aufgaben in Medienunternehmen. In: Christian Scholz (Hrsg.): Handbuch Medienmanagement, Berlin, S. 491-518.
Dieser Aufsatz ist schon deshalb etwas Besonderes, weil er einer von sehr wenigen zum Thema Personalmanagement in Medienunternehmen ist. Cinzia Dal Zotto analysiert betriebswirtschaftlich und wissenschaftlich fundiert die Besonderheiten des Medienpersonals. Zunächst gibt sie einen allgemeinen Überblick über Personalplanung und -führung sowie Motivation und Vergütung von Mitarbeitern. Dann untersucht sie mittels dreier Fallstudien, wie diese Felder in Medienunternehmen funktionieren. Leider beschränkt sie sich dabei auf Zeitungen und Verlagskonzerne. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit seinen ganz eigenen Regeln wäre sicherlich auch eine Fallstudie wert gewesen.
Am Ende kommt sie zu dem Schluss, dass Personalmanagement in Medienunternehmen bislang vernachlässigt wird. Für alle, die Medienpersonal auswählen und einstellen dürfen, ein Muss. Für alle anderen ein interessanter Einblick in die Welt der Entscheider.
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Gläser, Martin (2008): Redaktions- und Contentmanagement. In: Martin Gläser (Hrsg.): Medienmanagement, München, S. 439-461.
Martin Gläser, Professor für Medienwirtschaft und Medienmanagement in Stuttgart, beschreibt in seinem Aufsatz eher Content- als Redaktionsmanagement. Es geht vorwiegend darum, wie Inhalte in einem Medienunternehmen verwertet und vermarktet werden können. Redaktionsmanagement spielt nur insofern eine Rolle, als dass er zentrale Begriffe wie Qualitäts-, Personal- und Kostenmanagement in kurzen Abschnitten anreißt.
Auch wenn Gläser journalistische Prozesse und Strukturen mit einbezieht, ist seine Sicht auf Redaktion und Inhalt vor allem betriebswirtschaftlich. Schaubilder und verständliche Erklärungen machen das Thema anschaulich – und wissenschaftlich fundiert dargestellt ist es ohne Zweifel auch. Für den Wissenschaftler im Medien- oder Wirtschaftsbereich also empfehlenswert. Für Journalisten, selbst diejenigen in Führungspositionen ist es weniger zu gebrauchen. Ähnliches gilt für Gläsers Buch „Medienmanagement“, in dem der Aufsatz zu finden ist.
Wer sich eher für die redaktionelle als die wirtschaftliche Seite von Redaktionsmanagement interessiert, wird hier nicht fündig.
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Wirtz, Bernd W. (2006): Medien- und Internetmanagement, Wiesbaden.
Das Buch von Bernd W. Wirtz bietet einen guten Überblick über die verschiedenen Strategien zur Führung von Medienunternehmen. Im ersten Kapitel vermittelt der Autor die Grundlagen des Medienmanagements, wobei er eher die betriebswirtschaftliche Perspektive einnimmt und beispielsweise das sogenannte Contentmanagement links liegen lässt. In den folgenden Abschnitten werden die Tätigkeiten von Managern oder Geschäftsführern in unterschiedlichen Medienbranchen – vom Rundfunk bis zum Plattenlabel – nachgezeichnet. Seine Ausführungen vereinfacht Wirtz häufig mit Hilfe von Schaubildern und macht „Medien- und Internetmanagement“ auch für angehende Führungskräfte attraktiv.
Gestandenen Medienmanagern bietet er mit seinem Buch eine Möglichkeit, hinter die Schreibtische in den Chefetagen anderer Geschäftsfelder zu schauen.
